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Härten

 

  • Schutzgashärten

Anlagen

Es stehen 3 Zweikammer Schutzgas Härteöfen mit Öl Abschreckung zur Verfügung. Die Kammergrößen betragten jeweils 600x900x450 mm.Das maximale Chargengewicht pro Kammer beträgt 400 kg. 

Technologie

Das Schutzgashärten (Vergüten) erhöht die Festigkeit und Zähigkeit oder Härte der behandelten Werkstücke. Das Vergüten wird oft vor der thermochemischen Wärmebehandlung, insbesondere bei Nitrierteilen, eingesetzt.

Vorteile

- Hohe Festigkeit und Härte- Hohe Zug
- und Kerbschlagzähigkeit
- Erhöhte Biegewechselfestigkeit
- Hohe Dauerschwingfestigkeit

Werkstoffe

- Alle härtbaren Stähle, Vergütungs, und Nitrierstähle
- zum Beispiel: 100Cr6, 42CrMo4, 90MnCrV8

 

  • Einsatzhärten

Anlagen

Es stehen 3 Zweikammer Schutzgas Härteöfen mit Öl Abschreckung zur Verfügung. Die Kammergröße beträgt jeweils 600x900x450 mm. Das maximale Chargengewicht beträgt 400 kg.

Technologie

Einsatzhärten unter Schutzgas zählt zu den thermochemischen Wärmebehandlungen. Es verleiht der Randschicht von Bauteilen eine hohe Härte und erhöht gleichzeitig die Festigkeit des zähen Kerngefüges.

Vorteile

- Hohe Oberflächenhärte und zäher Kern
- Erhöhte Biegewechselfestigkeit
- Hoher Widerstand gegen abrasiven Verschleiß
- Partielle Härtung durch Abdecken möglich

Werkstoffe

- Alle Einsatzstähle mit einem Kohlenstoffgehalt von ca. 0,10-0,25%
- zum Beispiel: 16MnCr5, 20MnCr5, 18CrNi8

 

  • Salzbadhärten

Anlagen

In der Salzbadhärterei stehen eine Vorwärmkammer, ein Härtebad und 2 Abschreckbäder zur Verfügung. Die Größe beträgt jeweils Ø500x750 mm.

Technologie

Beim Salzbadhärten werden Werkzeugteile in einer Salzschmelze mehrstufig auf Austenitisierungstempertur erwärmt und anschließend in einem Warmbad abgeschreckt. Durch diese Wärmebehandlung wird ein verbessertes Verschleißverhalten bei kurzer Behandlungsdauer erreicht.

Vorteile

- Einzelhärtung von Bauteilen
- Verzugsarm- Sehr feines Gefüge
- Hohe Maßhaltigkeit durch kurze Haltezeiten
- Partielles Härten bzw. Anlassen möglich

Werkstoffe

- Alle härtbaren Stähle, Vergütungs, und Nitrierstähle
- zum Beispiel: 100Cr6, 42CrMo4, 90MnCrV8

 

  • Vakuumhärten

Anlagen

Es stehen 2 Vakuumanlagen mit bis zu 6 bar  Gasabschreckung zur Verfügung. Die Kammergrößen betragen 600x900x600 mm bzw. 900x1200x750 mm. Das maximale Chargengewicht beträgt 600 kg.   

Technologie

Die Vakuumwärmebehandlung ist ein sehr wirtschaftliches, umweltfreundliches und effizientes Verfahren.

Das Härten im Vakuumofen ist besonders geeignet für stark verzugsempfindliche Präzisionsbauteile sowie Formteile und Werkzeuge, die eine blanke und saubere Oberfläche benötigen. Das Abschrecken erfolgt im Gasstrom unter hohem Druck. Darüber hinaus gibt es hinsichtlich Maßänderung und Verzug kein vergleichbares Verfahren.

Vorteile

- Hohe Maßhaltigkeit und geringer Verzug
- Metallisch blanke Oberfläche- Oxidations
- und entkohlungsfreie Randzonen
- Umweltfreundliches Verfahren

Werkstoffe

- Hochlegierte, rost- und säurebeständige Stähle
- Schnellarbeitsstähle- Pulvermetallurgisch hergestellte Stähle
- zum Beispiel: X155CrVMo12, X40CrMoV5, S6-5-2  

 

  • Einsatzhärten Vakuum 

Anlagen

Es steht 1 Zweikammer Unterdruck Aufkohlungsanlage (Vakuum) mit bis zu 20 bar  Gasabschreckung zur Verfügung. Die Kammergröße beträgt 600x900x600 mm. Das maximale Chargengewicht beträgt 600 kg.   

Technologie

Das Einsatzhärten im Vakuum wird mit einer Hochdruckgasabschreckung mit bis zu 20 bar Stickstoffüberdruck in einer kalten Abschreckkammer kombiniert, wodurch die so behandelten Bauteile Vorzüge gegenüber der konventionellen Gasaufkohlung mit darauffolgender Öl-, Salz- oder Polymerabschreckung aufweisen.

Vorteile

- Oxidations
- und entkohlungsfreie Randzonen
- Metallisch blanke Oberfläche- Hohe Maßhaltigkeit und geringer Verzug

Werkstoffe

- Alle legierten Einsatzstähle
- zum Beispiel: 16MnCr5, 20MnCr5, 18CrNi8